
Bei dieser Tour gibt’s sogar Livemusik: Vom harten Leben der Kleinhäusler erzählt nämlich ein Lied, das Leni Bauer bei ihrem Rundgang um den Schusterhof zum Besten gibt. Der Hof liegt in Stein, einem abgelegenen Weiler in der schmalsten Ecke des Prientals, dramatisch eingeschlossen von hohem Fels und dunklem Wald. Der kleine Grund rund ums Haus und das wenige Vieh reichten nicht aus, so dass die „Kleinhäusler“ allesamt nebenher ein Handwerk ausüben mussten. 1908 ließ Freiherr von Cramer-Klett 1908 eine Schule in dieser „Einöde“ bauen. Der erste Lehrer dort war ein „Daniel Düsentrieb“ seiner Zeit: Lehrer Hickl sorgte dafür, dass Elektrizität und Radio ins Tal kamen. Den Landwirten heute geht’s übrigens in einem Punkt wie den Kleinhäuslern damals: Auch sie können von der Landwirtschaft alleine nicht leben und arbeiten nebenbei in anderen Berufen. Das süße Dessert am Ende der Tour: in Schmalz gebackene „Mäuse“.